🗺 Manhattan
Harlem: Geschichte, Kultur und Renaissance
Harlem, im Norden Manhattans (oberhalb der 110th Street, bis zur 155th Street), ist die afroamerikanische Kultur-Hauptstadt der USA. Von den 1920er bis 1940er Jahren war die Harlem Renaissance eine der wichtigsten Kulturbewegungen der amerikanischen Geschichte: Langston Hughes, Zora Neale Hurston, Duke Ellington, Billie Holiday, James Baldwin lebten und arbeiteten hier. Heute ist Harlem ein lebendiges Viertel mit Jazz- und Gospel-Traditionen, exzellenten Soul-Food-Restaurants, dem berühmten Apollo Theater, historischen Brownstones. Schon 1990er-Gentrifizierung hat einige Zonen verändert, aber die kulturelle Seele bleibt.
Hauptattraktionen
Apollo Theater (253 W 125th Street): Seit 1934 die wichtigste Musikbühne der afroamerikanischen Musik. Ella Fitzgerald gewann hier ihren ersten Gesangswettbewerb mit 17. Michael Jackson trat mit den Jackson 5 hier auf. Jimi Hendrix, James Brown, Aretha Franklin, Stevie Wonder, Lauryn Hill — alle spielten hier. Amateur Night mittwochs seit 1934: Legendäres Talente-Turnier (die Sandman-Figur kommt heraus und schiebt schlechte Performer von der Bühne). Tickets 20-40 $. Studio Museum in Harlem (125th St): Museum der afroamerikanischen Kunst. Schomburg Center for Research in Black Culture (135th St): Die wichtigste Bibliothek zur schwarzen Kultur der Welt. Kostenlos. Gospel-Kirchen: Sonntags-Messen mit Live-Gospel-Chor sind eine der einzigartigen Harlem-Erfahrungen. Abyssinian Baptist Church (132 Odell Clark Pl / 138th St): Die berühmteste Gospel-Kirche. Bringt 2 Stunden mit. Touristen willkommen, aber respektvoll (formelle Kleidung, Handys aus, Teilnahme am Gottesdienst erwartet). Strivers' Row (138th und 139th Street zwischen 7th und 8th Avenues): Die schönsten Brownstones Harlems, von Stanford White entworfen. Sugar Hill: Jazz-Legenden wohnten hier (Duke Ellington, Count Basie).
Essen und Nachtleben
Soul-Food-Restaurants: Die wichtigste Tradition. Sylvia's Restaurant (328 Lenox Ave / 127th St): seit 1962, die Queen of Soul Food. Berühmt für Fried Chicken, Collard Greens, Cornbread. Sonntags-Gospel-Brunch (ergänzt mit lokalen Gospel-Sängern) ist ein Muss. 35-50 $ pro Person. Reservation empfohlen. Red Rooster (310 Lenox Ave / 125th St): Chef Marcus Samuelsson, modernere Soul-Food-Interpretation. Live-Jazz am Wochenende. 40-60 $. Amy Ruth's (113 W 116th St): Hillary-Clinton-Favorit. Die Gerichte sind nach Prominenten benannt (The President Obama = Fried Chicken & Waffles). Dinosaur Bar-B-Que (700 W 125th): BBQ, laut und spaßig. Jazz-Clubs: Smoke Jazz Club (2751 Broadway, technisch Morningside Heights): kleiner Jazz-Club. Minton's Playhouse (206 W 118th St): Historischer Club (Bebop-Geburtsort), heute eher Restaurant/Live-Jazz-Venue. Gospel-Tour: Kommerzielle Touren (60-100 $) bringen Sie zu Gospel-Kirchen mit Mittagessen. Authentischer: selbständig zum Abyssinian gehen. Sicherheit: Harlem ist heute tagsüber absolut sicher. Nachts: die Hauptstraßen (125th, Lenox) sind lebhaft und sicher. Seitenstraßen mit Vorsicht nach Mitternacht. Dauer: Halber Tag minimum. Gospel-Besuch am Sonntagvormittag: 3-4 Stunden.