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Green Cabs (Boro Taxis): alles, was Sie wissen müssen

Neben den berühmten gelben Taxis, die jeder sofort mit New York verbindet, fahren seit 2013 auch grüne Taxis durch die Straßen — offiziell Boro Taxis oder Street Hail Liveries genannt. Ihre Existenz ist die Lösung eines alten Problems: Die Yellow Cabs konzentrierten sich fast ausschließlich auf Manhattan und die Flughäfen, während die Bewohner der äußeren Boroughs (Queens, Bronx, Brooklyn, oberhalb von Manhattan) kaum ein Taxi per Handzeichen anhalten konnten. Die Green Cabs dürfen dort operieren, wo die Gelben keine Kunden aufnehmen. Für Touristen, die Manhattan selten verlassen, sind sie selten relevant — aber sobald Sie in Harlem, Brooklyn oder Queens unterwegs sind, werden sie sehr nützlich.

Unterschied zwischen Yellow Cab und Green Cab

Der entscheidende Unterschied liegt im Einsatzgebiet, nicht im Service oder Tarif. Yellow Cabs (Medallion Taxis) dürfen in ganz New York Kunden annehmen — aber konzentrieren sich aus wirtschaftlichen Gründen fast ausschließlich auf Manhattan unterhalb 110th Street und die beiden Flughäfen JFK und LaGuardia. Außerhalb dieser Zone finden Sie kaum einen gelben Wagen per Handzeichen. Green Cabs dürfen Kunden nur außerhalb dieser Zone aufnehmen: also in Manhattan oberhalb 110th Street auf der West Side (oberhalb 96th Street auf der East Side), im gesamten Bronx, Queens (außer Flughafenabholungen), Brooklyn und Staten Island. Sie dürfen allerdings Passagiere nach Manhattan bringen (nur nicht von dort aus neue aufnehmen). Auto-Typ, Zahlungsmittel und Preise sind identisch: beide haben ein Taxameter nach TLC-Tarif und akzeptieren Kreditkarten via Touchscreen auf dem Rücksitz. Die Farbe ist reinschlicht ein Regulierungshinweis, kein Qualitätsunterschied.


Einsatzgebiete der Green Cabs

Die Green Cabs operieren in dem, was die TLC (Taxi and Limousine Commission) die Outer Boroughs nennt. Konkret: Manhattan oberhalb der 110th Street (Morningside Heights, Harlem, Washington Heights, Inwood) auf der Westseite, und oberhalb der 96th Street (East Harlem, Yorkville) auf der Ostseite. Alle fünf Boroughs außerhalb Manhattans: Bronx, Queens (außer den Flughafenzonen um JFK und LaGuardia), Brooklyn, Staten Island. Praktisch bedeutet das: Wenn Sie in DUMBO sind, in Williamsburg, auf einem Spaziergang zu den Dyker Heights-Weihnachtsdekorationen, beim Besuch des Botanischen Gartens in Brooklyn oder bei einer Entdeckung von Astoria in Queens — Sie sehen hauptsächlich Green Cabs. Der Anrufprozess ist identisch: Arm heben am Straßenrand, Fahrer hält an, einsteigen und Fahrziel angeben. Die Rufleuchte auf dem Dach zeigt an, ob der Wagen frei ist (Zahlen leuchten) oder besetzt (Zahlen aus).


Tarife und wie die Green Cabs zu benutzen

Die Tarife sind streng reglementiert und identisch mit den Yellow Cabs. Grundgebühr: 3,00 $. Pro 0,2 Meilen (320 Meter): 0,70 $. Wartezeit im Stau: 0,70 $ pro Minute. Nachtzuschlag (20-6 Uhr): 1,00 $. Hauptverkehrszeit (16-20 Uhr werktags): 2,50 $. MTA-Gebühr: 0,50 $. Verbesserungsgebühr: 0,30 $. Im Stau steht das Auto und der Fahrpreis steigt langsam — wenn es staut, denken Sie an U-Bahn als Alternative. Trinkgeld von 15-20 % wie bei allen Taxis erwartet. Die Zahlung erfolgt via Touchscreen am Rücksitz (Pay with credit) oder in bar. Sie können Green Cabs auch per App rufen (Curb, Arro, Way2Ride), aber per Handzeichen auf der Straße bleibt am einfachsten. Bei einer Abholung am Flughafen müssen Sie zum Livery/Car-Service-Bereich gehen, nicht zur Taxi-Spur der Yellow Cabs — die Green Cabs dürfen am Flughafen keine Kunden aufnehmen.


Unser Urteil zu den Green Cabs für Touristen

Für den klassischen New-York-Besucher, der Manhattan in 5-7 Tagen abläuft, werden Sie kaum mit Green Cabs in Kontakt kommen: Die meisten Touristenattraktionen liegen unterhalb der 96th Street, dort dominieren die Yellow Cabs. Die Green Cabs werden interessant, sobald Sie: (1) Harlem besuchen für den Gospel-Gottesdienst oder das Apollo Theater, (2) einen Tagesausflug nach Brooklyn machen (DUMBO, Williamsburg, Coney Island), (3) in Queens sind für Food-Entdeckungen in Flushing oder Astoria, (4) im Sommer die Dyker Heights Christmas Lights anschauen. In diesen Fällen ist das Green Cab oft schneller und direkter als die U-Bahn — besonders nachts oder bei schlechtem Wetter, wenn die U-Bahn-Wartezeiten lang sind. Die Qualität des Service ist übrigens oft angenehmer als bei den Yellow Cabs: Die Fahrer sind meist freundlicher, weil sie in ihrer eigenen Gemeinde arbeiten und auf Stammkunden angewiesen sind. Uber/Lyft bleibt aber in den meisten Fällen die praktischste Alternative.

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